Scenewiki

Audiobezeichnnungen:


Advanced Audio Coding (AAC):

AAC (Advanced Audio Coding) wurde von einem Zusammenschluss von mehreren Unternehmen der Elektronikbranche, unter anderem Nokia, AT&T, Fraunhofer und Sony, entwickelt. Von der MPEG (Moving Pictures Experts Group) wurde es 1997 zum Standard erklĂ€rt. Das AAC-Format ist sowohl Teil von MPEG-2 als auch von MPEG-4.​

 

Audio Codec 3 (AC3):

Mit AC3 (Audio Codec 3) bezeichnet man eine Technologie zur verlustbehafteten Komprimierung von Audiosignalen. Sie wurde vom amerikanischen Unternehmen Dolby Laboratories entwickelt und kommt hauptsĂ€chlich bei Dolby Digital zum Einsatz. Es können mit AC3 bis zu 6 KanĂ€le (5.1) in einem Datenstrom zusammengefasst und kodiert werden. Dieser Codec unterstĂŒtzt Bitraten zwischen 32 und 640 kbit/s.​

 

Digital Theatre Systems (DTS):

Die AbkĂŒrzung DTS ist die AbkĂŒrzung fĂŒr „Digital Theatre Systems“ und bezeichnet ein Mehrkanal-Tonsystem, welches nach dem gleichnamigen kalifornischen Unternehmen benannt ist. Dieser Standard kommt sowohl in Kinos als auch auf Speichermedien wie CD, DVD oder Blu-Ray zum Einsatz. Technisch gesehen liegt aber zwischen der Kino- und der Endverbrauchertechnik ein sehr großer Unterschied. Das verlustbehaftete Format ist mit Dolby Digital zu vergleichen, verwendet aber eine deutlich höhere Datenrate (bis zu 1.509 kbit/s) und liefert daher bei niedrigem KompressionsverhĂ€ltnis auch den besseren Klang. Die insgesamt 6 AudiokanĂ€le werden so berechnet und codiert, dass sie das Raumempfinden möglichst verstĂ€rken.​

 

Digital Theatre Systems High Definition (DTS-HD):

Die AbkĂŒrzung DTS-HD steht fĂŒr „Digital Theater Systems High Definition“ und bezeichnet ein speziell fĂŒr Blu-ray Disc und HD DVD entwickeltes digitales Audioformat. Der Codec unterstĂŒtzt 7.1-Ton und liefert in der Master Audio Variante (DTS-HD MA) Datenraten von bis zu 18 Mbit/s auf HD DVD und sogar 24 Mbit/s auf Blu-ray-Disc und ist abwĂ€rtskompatibel zum herkömmlichen Mehrkanal-Tonsystem DTS. Die etwas abgeschwĂ€chte Version DTS-HD High Resolution (DTS-HD HR) Audio bietet ebenfalls 8 AudiokanĂ€le, unterstĂŒtzt jedoch nur Datenraten von bis zu 3 Mbit/s bei HD DVD und bis zu 6 Mbit/s auf Blu-ray Disc.​

 

DUBBED:

Neben der direkten Aufzeichnung der Audiospur parallel zum Video, ist es auch ĂŒblich, dass diese Tonspuren nachtrĂ€glich gedubbt, also eingespielt, werden. Dies wird durch das AnhĂ€ngen von DUBBED oder im KĂŒrzel D gekennzeichnet. Aus MiC wird dann MD.​

 

Mikrofonaufzeichnung:

MiC
MiC.DUBBED
MD

Der Ton wird durch ein eingebautes oder externes Mikrofon aufgezeichnet
Der Hauptnachteil ist die schlechte TonqualitÀt da nicht nur der Filmton, sondern auch die GerÀusche im Kino aufgenommen werden.

 

Stereosignalabnahme:

LiNE
LiNE.DUBBED
LD

Der Ton wird durch ein bei der Quelle eingeschleiften Stereokontakt aufgezeichnet.


Cam-Rip (CAM):

Als Cam-Rip (oder einfach nur Cam) bezeichnet man in der Warez-Szene die Aufnahme eines Kinofilms, die mit Hilfe eines handelsĂŒblichen Camcorders oder Smartphones in einem Kino aufgenommen wurde. FĂ€lschlicherweise wird ein Cam-Rip oft als Screener bezeichnet. FĂŒr die Aufnahme im Kino werden die GerĂ€te modifiziert. So werden verrĂ€terische Leuchtdioden und SchriftzĂŒge ĂŒberklebt oder entfernt. Die QualitĂ€t dieser Aufnahmeart reicht von schlecht bis akzeptabel. Meist ist die Aufnahme milchig, rauschend oder zu dunkel, auch sind gelegentlich Köpfe anderer Kinobesucher als Silhouette zu erkennen. Seltener sind Verwacklungen durch das Bewegen des Camcorders wahrzunehmen, jedoch ist die TonqualitĂ€t meist schlecht, da beispielsweise externe StörgerĂ€usche wie das Lachen oder Gerede der Kinobesucher zu hören sind. HĂ€ufig ist auch ein monotones Rauschen im Hintergrund zu hören, und der Ton wirkt dumpf. Es ist die schlechteste aller Aufnahmearten, die jedoch meist als erste im Internet auftaucht. Die nĂ€chst bessere Aufnahmeart ist der Telesync.​

DVDRip:

Es handelt sich um eine Kopie der im Handel erhĂ€ltlichen DVD, die von hervorragender QualitĂ€t sein und keine Markierungen/Aufkleber aufweisen sollte. DVD-Screener werden manchmal fĂ€lschlicherweise als DVD-Rips bezeichnet.​

DVD-SCREENER (DVDscr):

Gleiche Voraussetzungen wie ein Screener (s. SCREENER (SCR), aber von DVD ĂŒbertragen. In der Regel im Letterbox-Format, aber ohne die Extras, die eine Verkaufs-DVD enthalten wĂŒrde. Die Laufschrift befindet sich in der Regel nicht in den schwarzen Balken und stört den Filmgenuss. Wenn der Ripper etwas Geschick hat, sollte ein DVDscr sehr gut sein.​

INTERNAL:

In der Szene wird dieser Begriff verwendet, um eine Veröffentlichung zu kennzeichnen, die nur fĂŒr die Gruppe bestimmt ist, die sie veröffentlicht hat und nicht fĂŒr eine externe Veröffentlichung. Nach den Regeln der Szene kann man eine PROPER-Veröffentlichung nach einer bestimmten Anzahl von Tagen nicht mehr freigeben. Wenn diese Anzahl von Tagen verstrichen ist, muss man seine Veröffentlichung als INTERNAL kennzeichnen, um sie vor dem Nuked zu schĂŒtzen. Einige Gruppen haben diesen Begriff verwendet, um viele ihrer Veröffentlichungen vor dem „Nuked“ zu schĂŒtzen. Der Begriff wird auch oft missverstanden, wenn sich Leute darauf beziehen, dass eine Gruppe intern wird, sie meinen damit, dass sie von nun an nichts mehr fĂŒr die allgemeine Öffentlichkeit veröffentlichen werden, sondern nur noch fĂŒr die Gruppe. Eine Gruppe kann eine Veröffentlichung auch als INTERNAL bezeichnen, wenn sie nicht den Standards der Szene entspricht.​

NUKED

In der Szene kann eine Veröffentlichung aus verschiedenen GrĂŒnden NUKED sein. Im Falle eines Films kann es daran liegen, dass die fĂŒr die Veröffentlichung verantwortliche Gruppe darum gebeten hat, oder es kann tatsĂ€chlich etwas mit der Veröffentlichung nicht in Ordnung sein, z. B. fehlende RAR-Dateien oder nicht synchronisierter Ton.​

GrĂŒnde fĂŒr eine NUKED-Veröffentlichung:

Code:
BAD A/R.......schlechtes SeitenverhĂ€ltnis, d.h. die Personen erscheinen zu dick/dĂŒnn
BAD IVTC......schlechtes inverses Telecine, d.h. der Prozess der Konvertierung der Frameraten war falsch.
INTERLACED....schwarze Linien bei Bewegungen, da die Feldreihenfolge falsch ist.

PROPER

In der Szene wird dieser Begriff verwendet, wenn eine Gruppe eine Veröffentlichung von etwas vornimmt, das bereits im Internet existiert, aber die Gruppe gibt einen Grund fĂŒr die zweite Veröffentlichung an. Im Falle eines Films könnte eine frĂŒhere Veröffentlichung von schlechter QualitĂ€t gewesen sein oder gegen die Regeln der Szene verstoßen. Einige Gruppen im Internet haben einen schlechten Ruf, da sie scheinbar immer nur PROPER-Veröffentlichungen abliefern, aber nie schnell genug sind, um eine erste Veröffentlichung zu machen.​

REPACK

In der Szene wird dieser Begriff verwendet, wenn eine Gruppe, die bereits eine Veröffentlichung gemacht hat, diese noch einmal oder teilweise neu machen muss, weil mit der ersten Veröffentlichung etwas nicht in Ordnung war. Ein Repack kann notwendig sein, wenn die RAR-Dateien beschĂ€digt sind oder im Falle eines Films der Ton komplett fehlt oder asynchron ist.​

SCREENER (SCR):

Eine VHS-Kassette, die zu Werbezwecken an Verleihfirmen und andere Stellen verschickt wird. Eine VorfĂŒhrkassette wird auf einem VHS-Band geliefert und hat in der Regel das Format 4:3 (Vollbild), obwohl es manchmal auch VorfĂŒhrkassetten im Letterbox-Format gibt. Der grĂ¶ĂŸte Nachteil ist ein „Ticker“ (eine Meldung, die am unteren Rand des Bildschirms vorbeilĂ€uft und die Urheberrechts- und Anti-Piraterie-Telefonnummer enthĂ€lt). Wenn das Band Seriennummern oder andere Markierungen enthĂ€lt, die zur Quelle des Bandes fĂŒhren könnten, mĂŒssen diese unkenntlich gemacht werden, normalerweise mit einer schwarzen Markierung ĂŒber dem Abschnitt. Diese Markierung ist manchmal nur ein paar Sekunden lang, bei manchen Kopien dauert sie aber leider den ganzen Film an, und manche können ziemlich groß sein. Je nach verwendeter AusrĂŒstung kann die QualitĂ€t der VorfĂŒhrung von ausgezeichneter QualitĂ€t sein, wenn sie von einer MASTER-Kopie erstellt wurde, bis hin zu sehr schlechter QualitĂ€t, wenn sie mit einem alten VHS-Rekorder durch schlechte AufnahmeausrĂŒstung auf einem kopierten Band erstellt wurde.​

Straight To Video (STV):

Als Straight To Video werden Filmproduktionen bezeichnet, die weder fĂŒr eine AuffĂŒhrung in Kinos noch fĂŒr das Fernsehen, sondern direkt fĂŒr eine Auswertung im Heimvideomarkt veröffentlicht wurden.​

Telesync (TS):

Diese Filmkopien werden meistens mit professionellen Kameras in einem meist leeren Kino von der Leinwand abgefilmt. Die BildqualitĂ€t ist meistens besser als beim sogenannten Cam-Rip, da in der Regel eine auf einem Stativ befestigte Kamera verwendet wird. Der Ton wird bei diesen Produktionen oft direkt vom Projektor oder einer anderen externen Quelle abgenommen (Line Dubbed), ist in diesen FĂ€llen störungsfrei und in der Regel sogar Stereo. Alternativ kommt das Verfahren Mic Dubbed zum Einsatz. Telesyncs sind im Internet weit verbreitet, da sie mit relativ einfacher AusrĂŒstung erstellt werden können. HĂ€ufig erscheinen somit neue Filme schon vor ihrer Kinopremiere im Internet. Dies beruht vor allem auf guten Verbindungen der Warez-Szene zu Kinomitarbeitern. Die qualitativ nĂ€chsthöhere Stufe zum Telesync ist der Telecine.​

Telecine (TC):

Der Begriff Telecine (engl. fĂŒr Filmabtaster) oder kurz TC bezeichnet in der Warez-Szene eine im Internet verbreitete Kopie eines Kinofilms, die mittels eines professionellen Filmabtasters direkt vom FilmtrĂ€ger gerippt, also abgenommen, wurde. Der Begriff des Verfahrens steht in Abgrenzung einerseits zu Cam-Rip / Telesync, wobei der Film mit einer Videokamera im Kino aufgenommen wird, sowie andererseits zum DVD-Rip, bei dem ein legal erhĂ€ltliches Leih- oder Kaufvideo als Kopiervorlage benutzt wird.

In Deutschland sind unmittelbar nach dem Kinostart eines Filmes zunĂ€chst nur Cam-Rips, Telesyncs und ggf. Telecines im Internet erhĂ€ltlich, da die Filmindustrie mit der Vermarktung der DVDs/Blu-Rays nicht gleichzeitig, sondern mit einigen Monaten Verzögerung beginnt. Der Vorteil von Telecines liegt somit in der schnelleren VerfĂŒgbarkeit einer höherwertigen Darstellung gegenĂŒber der Alternativen, welche das Bild von der Leinwand abfilmen. WĂ€hrend letztere oftmals verwackelt, verwaschen und flackerig aufgenommen sind, reicht die QualitĂ€t eines Telecines fast an die eines Rips von Retail-Medien heran. Das Gesamtbild ist jedoch hĂ€ufig durch die geringe Beleuchtung beim Abtastungsprozess zu dunkel oder weist FarbverfĂ€lschungen auf.

Technisch gesehen sind Telecines schwerer herzustellen: ein Filmabtaster ist ein teures StudiogerĂ€t, welches nur selten im Hobbybereich anzutreffen ist, ferner ist physischer Zugang zum Filmmaterial vonnöten, d. h., es muss z. B. von einem Kinomitarbeiter ausgeliehen oder angefertigt werden. Aus diesen GrĂŒnden geraten nur sehr wenige Filme als Telecine in Umlauf. Der steigende Grad der Digitalisierung in der Branche machen diese Technik ebenfalls nahezu ĂŒberflĂŒssig.​

VOD Anbieter – Szene AbkĂŒrzungen:

Code:
ABC:.................American Broadcasting Company
ATVP:................Apple TV+
AMZN:................Amazon Studios
BBC..................British Broadcasting Corporation
BOOM.................Boomerang
CBC..................Canadian Broadcasting Corporation / CBC Gem
CBS..................CBS Corporation
CC:..................Comedy Central
CR:..................Crunchyroll
CRAV:................Crave
CRITERION:...........The Criterion Collection
CW:..................The CW
DCU:.................DC Universe
DSNP:................Disney Plus
DSNY:................Disney Networks (Disney Channel, Disney XD, Disney Junior)
FBWatch:.............Facebook Watch
FREE:................Freeform
FOX:.................Fox Broadcasting Company
HMAX:................HBO Max
HULU:................Hulu Networks
HTSR:................Hotstar
iP:..................BBC iPlayer
iT:..................iTunes
LIFE:................Lifetime
MTV:.................MTV Networks
MUBI:................Mubi
NBC:.................National Broadcasting Company
NICK:................Nickelodeon
NF:..................Netflix
PCOK:................Peacock
PMTP:................Paramount Plus
RED:.................YouTube Premium (YouTube Red)
TVNZ:................TVNZ
STAN:................Stan
STZ:.................STARZ

WORKPRINT (WP):

Ein WORKPRINT ist eine Kopie des Films, die noch nicht fertiggestellt ist. Darin können Szenen und Musik fehlen, und die QualitĂ€t kann von ausgezeichnet bis sehr schlecht reichen. Einige WPs unterscheiden sich stark von der endgĂŒltigen Kopie (bei Men in Black fehlen alle Aliens und die Schauspieler sind an ihrer Stelle), andere können zusĂ€tzliche Szenen enthalten. WPs können eine schöne ErgĂ€nzung der Sammlung sein, wenn man eine qualitativ gute Endfassung hat.​